Archiv der Kategorie Molchkeller

Happy birthday Armmolche!

Genau vor einem Jahr sind meine ersten Armmolchlarven (Siren intermedia) geschlüpft, und mittlerweile sind sie zu äußerst stattlichen Exemplaren herangewachsen. Den Zuchtbericht findet Ihr hier…

Eines der Geburtstagskinder:

armmolch3.jpg

armmolch41.jpg

Gersfeld-Nachlese III: Meine Neuzugänge

Im dritten und letzten Teil meiner Berichterstattung über unsere Jahrestagung lüfte ich endlich das Geheimnis, welche Neuzugänge ich auf dem schönen Gersfeld ins heimische Bremen mitgebracht habe: Vier halbwüchsige Andersons Querzahnmolche (Ambystoma andersoni)!

Diese Art aus der Verwandtschaft der Axolotl (Ambystoma mexicanum) wurde erst 1984 von KREBS und BRANDON beschrieben. Die Tiere leben in einem einzigen, kleinen Seegewässer, der Laguna en Zacapú in Mexiko. Aufgrund dieses sehr kleinen Verbreitungsgebietes und nicht zuletzt, weil sie von Einheimischen gerne gegessen werden, gelten die Tiere mittlerweile als “critically endangered”.

Meine vier Tiere stammen aus einer deutschen Nachzucht. Ich hoffe, dass es mir gelingt, selber eine Zuchtgruppe aufzubauen. Bei einer Art, deren natürliches Vorkommen derart bedroht ist, sind der Arterhalt und die Vermehrung in Menschenhand unverzichtbar.

Impressionen von der Ankunft der Tiere:

Andersoni bei der Ankunft I

Andersoni bei der Ankunft II

Andersoni bei der Ankunft III

Gersfeld-Nachlese II: Brutpflege bei Armmolchen

Ich habe dieses Jahr in Gersfeld einen Vortrag über die Nachzucht meiner Mittleren Armmolche (Siren intermedia) gehalten, dieser Zuchterfolg war für mich das Highlight des Jahres! Da ich mehrfach gebeten wurde, eine kurze Zusammenfassung des Vortrages zu liefern, hier ist sie:

Ich bekam meine drei Armmolche mit ca. 5cm Länge im Jahr 2006, mittlerweile haben die zwei Männchen gute 15cm, das Weibchen über 20cm Länge erreicht.

Im Januar diesen Jahres konnte ich dann überrascht feststellen, dass das Weibchen in einer Ecke des Beckens unter einem Polster aus Javamoos ein regelrechtes “Nest” gebaut und darunter eine Sandgrube gebuddelt hatte. In dieses Javamoos-Nest hatte sie ca. 50 Eier abgelegt, die erfreulicherweise auch zu 90% befruchtet waren. Was aber besonders bemerkenswert war: Das Weibchen betrieb eine äußerst engagierte Brutpflege: Es bewachte das Nest rund um die Uhr, es griff jeden an, der sich näherte, es fächelte dem Nest regelmäßig frisches, sauerstoffreiches Wasser zu und es schien sogar einzelne, vermutlich verpilzte Eier vorsorglich zu fressen. Ein solch fürsorgliches Verhalten ist bei Molchen und Salamandern sehr selten, man kennt es zum Beispiel von asiatischen Kurzfußmolchen (Pachytriton brevipes).

Die Aufzucht der geschlüpften Larven stellte sich als überaus heikel und schwierig heraus, sie scheinen ungewöhnlich stressempfindlich zu sein. Aber immerhin haben zwei von ihnen mittlerweile die stattliche Größe von 9 cm erreicht und sind damit wohl aus dem Gröbsten raus!

Das traditionelle Souvenir für jeden Referenten:

|