Archiv der Kategorie Freiland

Molche, Sport und das Grundgesetz

Was haben Kammmolche, eine Bezirkssportanlage und das Grundgesetz miteinander zu tun?! Die Antwort liefert der Blog des Sportreporters Ronny Blaschke, Zitat:

Molche gegen Grundgesetz
[…] Eine Expedition ins Tierreich soll die Lage verdeutlichen. Detlef Parr berichtet aus seinem Wahlkreis Ratingen, wo eine neue Bezirkssportanlage benötigt werde. Dem Bauvorhaben stellten sich Umweltschützer entgegen, mit dem Hinweis auf die schutzbedürftigen Kammmolche, die nicht aus ihrem Lebensraum vertrieben werden dürfen. „Hier werden die Kammmolche zu Kampfmolchen“, scherzt Parr, der sportpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Wäre der Sport im Grundgesetz verankert, wie es Sportpolitiker seit Jahren fordern, hätte Parr ein Argument mehr gegen die Molche, das glaubt er zumindest: „Dann wären Umweltschutz und Sport auf Augenhöhe.“ […]

Den ganzen Artikel in Ronny Blaschkes Blog lesen…

Der NABU präsentiert: Amphibienwanderungen online

Der Naturschutzbund NABU bietet auch 2009 wieder die Gelegenheit, Amphibienwanderungen online zu begleiten. Die Aktion startete 2002 und war von Anfang an ein großer Erfolg, inzwischen beteiligen sich daran regelmäßig mehr als 250 Gruppen aus dem NABU und anderen Naturschutzverbänden sowie Schul- und Kindergartengruppen.

Geboten wird:

  • Eine Datenbank für Krötenzäune
  • Terminkalender für Exkursionen und Arbeitseinsätze
  • Die Möglichkeit, Wanderbeginn und Besonderheiten zu melden
  • Regelmäßige Rundmails an alle Aktiven

Hier geht es zur Starteseite der “Aktion Krötenwanderung 2009″

In 15 Schritten zum Amphibien-Retter

Folgende Meldung habe ich auf dght.de entdeckt:

Kurs für die (Er-)haltung von Amphibien
(12.01.2009) In Schweden findet vom 20.-29. Mai 2009 im Rahmen der “Amphibian-Ark-Aktion” ein Intensivkurs zur fachgerechten Haltung von Amphibien statt. Kuratoren, Terrarianer und Naturschützer können sich hier anmelden.

Hier das Anmeldeformular. Ich habe mal nachgezählt, in genau 15 Schritten wird man zum Amphibien-Retter geschult. Auf jeden Fall eine gute Sache, einfach mal bewerben (geht noch bis 01.03.)!

Krimi: Gelbbauchmolch trifft Ochsenfrosch

Dass nordamerikanische Gelbbauchmolche (Taricha spec.) ein hochgiftiges Hautsekret absondern, ist seit längerem bekannt. Wie ihnen dieses Gift das Leben retten kann, sieht man in folgendem Ausschnitt aus einem Dokumentarfilm:

Lesetipp: Stadt-Herpetologie

Aus dem Newsletter von amphibienschutz.de

Bei der Society for the Study of Amphibians and Reptiles ist der dritte Band der Reihe “Herpetological Conservation” mit dem Titel “Urban Herpetology” erschienen.

120 Autoren widmen sich in 40 Kapiteln und 13 Fallstudien diversen Aspekten der Herpetofauna städtischer Ballungsräume, überwiegend aus Nordamerka.
Der Band gliedert sich in 8 Sektionen:
1.Direct and Indirect Effects of Habtat Loss and Alteration
2. Effects of Roads, Trails and Railroad Tracks
3. Chemical and Light Pollution
4. Stormwater Ponds, Swimming Pools, Urban Lakes and Golf Courses
5. Introduced Species, Urbanophiles and Urbanophobes
6. State, Reional and Counry Reviews
7. Management and Regulations
8. Education and Citizen Insolvement

Joseph C. Mitchell, Robin E. Jung Brown & Breck Bartholomew (eds.): Urban Herpetology, 586 S., zahlr. SW-Grafiken, SSAR, Salt Lake City, Utah, USA, ISBN 978-0-986984-79-3

zu beziehen unter http://www.herpetoshop.de

Ein umtriebiger Kaufmann

Mein Amt als Akademischer Senator der Universität Bremen bringt es mit sich, dass ich demnächst in der Jury für den “Preis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation” sitzen darf, gemeinhin nur abgekürzt als der “Berninghausen-Preis“.

Warum ich das im Molch-Blog erwähne? Nun, der Stifter dieses Preises, Friedo Berninghausen, hat nicht nur als erfolgreicher hanseatischer Kaufmann und Präses der Bremer Handelskammer von sich reden gemacht (und natürlich als Freund der Universität!). Nein, so ganz nebenbei hat er auch ein kleines, aber für unser Hobby ungemein nützliches Buch verfasst:
buch.jpg

Mehr Infos zu diesem Klassiker der Feldherpetologie findet Ihr auf kaulquappe.de

Froschlurche im Gran Chaco

Die Datz  berichtet in ihrer Januarausgabe über die Amphibien der südamerikanischen Großlandschaft Gran Chaco .  Molche und Salamander sucht man dort zwar vergebens, aber dafür leben ungefähr 70 Froscharten in diesem Gebiet. Die Datz stellt einige davon vor.

Den Artikel online lesen auf datz.de

Riesensalamander: Hellbender in freier Natur

Das Recherchieren für die neue Molche.net - Videogalerie  gestaltet sich ausgesprochen vergnüglich. Mein neuester Volltreffer: 3 Videos von Jeff Humphries über Hellbender (Cryptobranchus alleganiensis). Er hat diese imposanten Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gefilmt: In kühlen, klaren Bergbächen und -flüssen. Die Verbreitung der Hellbender erstreckt sich vom östlichen West Virginia südlich durch Virginia, North Carolina und Tennessee bis ins nördliche Georgia.

Besonders spannend sind Humphries Videoaufnahmen einer ca. 10köpfigen Zuchtgruppe, die alle unter einem Eiablage-Felsen (englisch: nest rock) Platz suchen, um dort ihre Gelege abzusetzen. Dabei drücken die nachdrängenden Weibchen ein anderes, deutlich trächtiges, Weibchen wieder aus der Felsspalte heraus.

Übrigens solltet Ihr unbedingt Jeffs Webseite über Hellbender besuchen: Hellbenders.org

Hier ist das Video der Zuchtgruppe:

Mexiko kämpft um den Axolotl

Am 15.11. berichtete der österreichische Rundfunk orf  auf seiner Homepage:

In der gerade von der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) präsentierten roten Liste gefährdeter Tierarten ist der Axolotl erneut eingetragen - trotz verzweifelter Bemühungen mexikanischer Biologen, den Schwanzlurch zu retten. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass es schon in fünf Jahren keine Axolotl mehr in freier Wildbahn geben wird.

Schutzzonen geplant
Wie man das “Seemonster” retten kann, ist auch unter Wissenschaftlern umstritten. In den nächsten Monaten soll aber zumindest in einem Pilotprojekt ein Schutzgebiet für die Lurche getestet werden, um das es Barrieren für Karpfen und andere nicht-heimische Arten gibt. Zambrano will längerfristig bis zu 15 solcher Schutzzonen errichten.

Überlegt wird auch, ob man künstlich gezüchtete Axolotl in der freien Wildbahn aussetzen soll; dabei könnte es allerdings zu Krankheiten und zu genetischen Problemen kommen.

Lest den ganzen Artikel auf orf.at (»Der ewig pubertierende Lurch«)

Lesenswertes zur Knoblauchkröte

Die Knoblauchkröte war Lurch des Jahres 2007 und deshalb fand in eben jenem Jahr im Museum für Naturkunde in Berlin eine internationale Tagung statt, der Titel lautete: Die Knoblauchkröte (Peolobates fuscus) Verbreitung, Biologie, Ökologie und Schutz.

Nunmehr ist in der Schriftenreihe RANA der Tagungsband erschienen, bestellen kann man ihn bei Herpetoshop.de .

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