Archiv der Kategorie Darwin-Jahr

Darwin-Jahr: Das Rätsel der Strumpfbandnatter

Die Welt stellt “Zehn Fragen, die Charles Darwin nicht beantwortete“, darunter eine, in der Gelbbauchmolche (Taricha) und Strumpfbandnattern die Hauptrolle spielen.

7. Warum bringt die Evolution auch Verlierer hervor?
Die Strumpfbandnatter hat ein Drogenproblem. Eigentlich hat sie reichlich zu fressen: Fische, Schnecken, Würmer, Ratten, Vögel. Aber sie mag am liebsten Molche - und zwar jene der Gattung Taricha. Das sind kleine Giftbomben, die das Nervengift Tetrodotoxin produzieren. Inzwischen sind die Strumpfbandnattern gegen das Molchgift resistent, aber nur bis zu einem gewissen Grad: Nach der Mahlzeit ist die Natter erst einmal vom Gift zugedröhnt, sie bewegt sich wie in Zeitlupe und wird so eine leichte Beute für jagende Vögel. Warum sich die Schlange ohne Not auf solche Abenteuer einlässt? Survival of the fittest? In diesem Fall ist das für Evolutionsbiologen ein Rätsel.

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“Giftbombe”: Ein Rauhhäutiger Gelbbauchmolch (Taricha granulosa)

Darwin-Jahr: Lektüre über Axolotl und andere Spielereien der Evolution

Die Welt rezensiert

Richard Dawkins: Geschichten vom Ursprung des Lebens. Eine Zeitreise auf Darwins Spuren.
A. d. Engl. v. Sebastian Vogel.
Ullstein, Berlin. 928 S., 29,90 Euro.

Zitat aus der Welt vom 31.01.2009:

Ich bin dann mal am Ursprung
[…] Auf dieser ereignisreichen Wallfahrt in die Vergangenheit allen Lebens erweist sich Richard Dawkins als ein höchst talentierter Reiseführer. Einmal mehr überzeugt er hier als einer der originellsten naturwissenschaftlichen Denker unserer Zeit und gleichzeitig als begnadeter Geschichtenerzähler. Immer wieder hält er an ausgewählten Wegmarken, um am Beispiel einzelner Lebewesen die einschneidendsten Ereignisse der Evolution zu schildern. Unterwegs begegnen wir so eigenartigen Tieren wie dem Axolotl und den Afrotherien. Dawkins fächert vor uns eine Enzyklopädie der Vielfalt der Arten auf. […]

Darwin-Jahr: Da ist er wieder, der Axolotl!

Dank des Darwin-Jahres 2009 bleibt der Axolotl in den Schlagzeilen. Dieses Tier ist eben ein Wunderding der Evolution. Und für die Rettung des Axolotls ist jede Pressemeldung ein Gewinn.

Zitat aus einem Bericht des Deutschlandradios:

Kronen der Schöpfung und Launen der Natur
Ein Programmschwerpunkt zum 200. Geburtstag von Charles Darwin

[…] Während Darwins Erben daran arbeiten, die letzten Rätsel der Evolutionstheorie zu lösen, verschwinden gleichzeitig immer mehr Tiere und Pflanzen von der Erde. Wie der urtümliche Axolotl, der mit einem Geweih von Kiemenästen in nur noch einigen wenigen kleinen Seen rund um Mexiko-Stadt lebt. Ein Schwanzlurch, der seine Beine, Organe und sogar Teile seines Gehirns verlieren und wieder vollständig nachwachsen lassen kann. […]

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