Archiv der Kategorie Amphibienkrise

Neues Jahr, neues Projekt: www.rettet-den-axolotl.de

Als der allseits beliebte Axolotl (Ambystoma mexicanum) im Jahr 2008 erneut auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere gesetzt werden musste, ging ein Rauschen durch den Blätterwald. Sogar die Feuilletons angesehener Zeitungen wollten auf einmal diesen putzigen Schwanzlurch retten.

Ich habe damals begonnen, hier im Molch-Blog unter dem Schlagwort Rettet-den-Axolotl darüber zu berichten, aber dies erscheint mir noch zuwenig.

Jetzt, da das Jahr des Frosches  vorrüber ist, bedarf es anderer Maßnahmen, um die breite Öffentlichkeit für den Schutz der Amphibien zu sensibilisieren und zu begeistern. Der Axolotl scheint mir, gerade auch wegen seines sympathischen Äußeren, als perfekter “Botschafter für die Amphibien”.

Deshalb werde ich Anfang 2009 das Webprojekt

www.rettet-den-axolotl.de

starten.

Zunächst findet sich dort eine Weiterleitung auf Molche.net, aber ich will rettet-den-axolotl.de  rasch zu einer wirkungsvollen Kampagnenseite für den Schutz der Axolotl ausbauen. Dabei hoffe ich auf Eure Unterstützung!

In diesem Sinne, frisch ans Werk!

Jahresrückblick (2): 2008 - Jahr des Frosches

Das Jahr des Frosches  endet morgen, und damit die Zeit einer weltweiten Werbekampagne für die Rettung von Fröschen, Kröten und allen anderen Lurchen.

Viele Zoos und Aquarien haben sich daran beteiligt und manche haben ihre eigenen Amphibien sogar zu richtigen Filmstars gemacht.

Bleibt zu hoffen, dass die breite Öffentlichkeit tatsächlich Notiz von diesem wichtigen Thema genommen hat. Auch wenn das offizielle Jahr des Frosches nun vorbei ist, unsere Bemühungen werden weitergehen. Einerseits ist dies der aktive Schutz der freilebenden und in Menschenhand befindlichen Amphibienbestände. Genauso müssen wir aber auch die PR-Arbeit für das Thema Amphibienschutz weiter stark vorantreiben. Gute Beispiele gibt es genug, bis hin zu gigantischen Kammmolchen, die man sogar aus dem Weltall sieht.

Also, kreative und witzige Ideen sind gefragt! Beispielsweise so, wie es den PR-Strategen des Vancouver Aquariums gelungen ist:

Jahresrückblick (1): Der Molch-Blog 2008

Am 03.09.2008 ging es los, der Molch-Blog war geboren. Seitdem blogge ich regelmäßig kuriose, spannende und möglichst aktuelle Dinge rund um Molch, Salamander, Frosch und Co., und das nicht nur aus meinem privaten Molchkeller. ;-)

Auch wenn zum Dank noch kein Molch nach mir benannt  wurde, so ermuntern mich steigende Besucher- und Abonnentenzahlen doch zum fleißigen bloggen.

Großes Thema im Blog war, wie könnte es anders sein, die jährliche Urodelen-Tagung in Gersfeld. Mein Appel an die jüngeren Hobbykollegen, endlich selbst das Wort zu ergreifen, wird hoffentlich nicht ganz ungehört verhallen.

Hingegen ein sehr betrübliches Thema im Blog waren die weltweite Amphibienkrise  und die immer stärkere Bedrohung der allseits beliebten Axolotl in ihrem natürlichen Lebensraum. Diesen Themen werde ich mich in 2009 verstärkt widmen.

Ich hoffe, Ihr habt auch weiterhin viel Spaß beim Lesen auf blog.molche.net und empfehlt uns fleißig weiter! Dankeschön!

Molche.net in der Zeitung: Der »Molch-Mann«

Aus dem Weser Kurier  von heute.

(die mittlere Meldung, über den “Molch-Mann”)

wk_201208_3.jpg

Inzucht kein Grund für Deformationen bei Tigersalamandern

In einer Studie hat die Purdue University  2000 Tigersalamander auf Deformationen, also körperliche Mißbildungen, untersucht. 8% der Tiere wiesen solche körperlichen Defekte auf. Hauptsächlich waren die Zehen betroffen: Sie fehlten, waren doppelt oder verkümmert.

Die Gründe für diese erschreckend hohe Zahl an betroffenen Tieren sind noch nicht eindeutig geklärt. Allerdings konnten die Forscher durch ihre Studie einen oft vermuteten Grund ausschließen: Inzucht scheint keine Ursache für die Deformationen zu sein.

Mehr lesen auf Sciencedaily.com: Study Rules Out Inbreeding As Cause Of Amphibian Deformities

Digitale Presseschau: Bedrohter Axolotl

Die erschreckende Meldung, dass der Axolotl (Ambystoma mexicanum) wieder auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Einige Pressereaktionen aus dem deutschsprachigen Raum hatte ich ja hier schon gepostet (Meldungen vom ORF und  Die Presse ). Für Liebhaber der englischen Sprache, hier nun einige Artikel von internationalen Nachrichtenportalen, u.a. vom legendären News-Portal Huffingtonpost.com :

Molche als Filmstars

Ab jetzt findet Ihr auch Amphibien-Videos auf Molche.net . Mein persönlicher Favorit: Das Kampagnen-Video zur Amphibienkrise finde ich besonders gelungen. Es stammt vom Zoo in Dallas, der seine Molche, Salamander, Frösche, Kröten und Schleichenlurche zu Hauptdarstellern des Films macht.

Prädikat: Sehenswert!

Auch das Feuilleton will den Axolotl retten

Die angesehene österreichische Tageszeitung Die Presse  widmet sich in ihrer heutigen Printausgabe dem drohenden Aussterben des Axolotls. Im Feuilleton des Blattes fordert der Autor: »Stirb nicht aus, Axolotl!«.

Lest den Artikel online auf diepresse.com (»Stirb nicht aus, Axolotl!«)

Mexiko kämpft um den Axolotl

Am 15.11. berichtete der österreichische Rundfunk orf  auf seiner Homepage:

In der gerade von der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) präsentierten roten Liste gefährdeter Tierarten ist der Axolotl erneut eingetragen - trotz verzweifelter Bemühungen mexikanischer Biologen, den Schwanzlurch zu retten. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass es schon in fünf Jahren keine Axolotl mehr in freier Wildbahn geben wird.

Schutzzonen geplant
Wie man das “Seemonster” retten kann, ist auch unter Wissenschaftlern umstritten. In den nächsten Monaten soll aber zumindest in einem Pilotprojekt ein Schutzgebiet für die Lurche getestet werden, um das es Barrieren für Karpfen und andere nicht-heimische Arten gibt. Zambrano will längerfristig bis zu 15 solcher Schutzzonen errichten.

Überlegt wird auch, ob man künstlich gezüchtete Axolotl in der freien Wildbahn aussetzen soll; dabei könnte es allerdings zu Krankheiten und zu genetischen Problemen kommen.

Lest den ganzen Artikel auf orf.at (»Der ewig pubertierende Lurch«)

Toller PR-Gag für Kammmolche

Gefunden auf dght.de:

Ein Kammmolch, den man vom Weltall aus sieht

(31.10.2008) Astronauten in der Erdumlaufbahn fällt vor allem die Chinesische Mauer als sichtbares Bauwerk ins Auge. Demnächst jedoch, so hoffen die Betreuer der britischen Nature Reserve in Peterborough, wird verblüfften Erdumkreisern auch ein Molch auf dem Gelände ihres Naturschutzgebietes ins Auge fallen. Besagtes Areal beheimatet die größte europäische Kammmolchkolonie. Der geplante fünfzig Meter große Molch soll von den Naturschützern, ihren Familien und weiteren Helfern an einem Tag im Rahmen des „Big Draw Big Newt Day“ aus Ziegelsteinen errichtet werden. Die Veranstalter hoffen, dass das steinerne Amphib dann auch bald auf Google Earth Karten auftauchen wird.

Großes Kompliment! Endlich mal eine wirklich kreative PR-Aktion für diese bedrohten Tiere, die man in ihrem natürlichen Lebensraum ja kaum zu Gesicht bekommt. So kann es gelingen, eine breite Öffentlichkeit für den Schutz von Amphibien zu sensibilisieren. Auf der Suche nach weiteren Hintergrundinformationen bin ich auf diesen englischen Zeitungsartikel gestoßen:

Ich sage nur: Das regt doch zur Nachahmung an!