Archive für November 2008

Gersfeld-Nachlese III: Meine Neuzugänge

Im dritten und letzten Teil meiner Berichterstattung über unsere Jahrestagung lüfte ich endlich das Geheimnis, welche Neuzugänge ich auf dem schönen Gersfeld ins heimische Bremen mitgebracht habe: Vier halbwüchsige Andersons Querzahnmolche (Ambystoma andersoni)!

Diese Art aus der Verwandtschaft der Axolotl (Ambystoma mexicanum) wurde erst 1984 von KREBS und BRANDON beschrieben. Die Tiere leben in einem einzigen, kleinen Seegewässer, der Laguna en Zacapú in Mexiko. Aufgrund dieses sehr kleinen Verbreitungsgebietes und nicht zuletzt, weil sie von Einheimischen gerne gegessen werden, gelten die Tiere mittlerweile als “critically endangered”.

Meine vier Tiere stammen aus einer deutschen Nachzucht. Ich hoffe, dass es mir gelingt, selber eine Zuchtgruppe aufzubauen. Bei einer Art, deren natürliches Vorkommen derart bedroht ist, sind der Arterhalt und die Vermehrung in Menschenhand unverzichtbar.

Impressionen von der Ankunft der Tiere:

Andersoni bei der Ankunft I

Andersoni bei der Ankunft II

Andersoni bei der Ankunft III

Toller PR-Gag für Kammmolche

Gefunden auf dght.de:

Ein Kammmolch, den man vom Weltall aus sieht

(31.10.2008) Astronauten in der Erdumlaufbahn fällt vor allem die Chinesische Mauer als sichtbares Bauwerk ins Auge. Demnächst jedoch, so hoffen die Betreuer der britischen Nature Reserve in Peterborough, wird verblüfften Erdumkreisern auch ein Molch auf dem Gelände ihres Naturschutzgebietes ins Auge fallen. Besagtes Areal beheimatet die größte europäische Kammmolchkolonie. Der geplante fünfzig Meter große Molch soll von den Naturschützern, ihren Familien und weiteren Helfern an einem Tag im Rahmen des „Big Draw Big Newt Day“ aus Ziegelsteinen errichtet werden. Die Veranstalter hoffen, dass das steinerne Amphib dann auch bald auf Google Earth Karten auftauchen wird.

Großes Kompliment! Endlich mal eine wirklich kreative PR-Aktion für diese bedrohten Tiere, die man in ihrem natürlichen Lebensraum ja kaum zu Gesicht bekommt. So kann es gelingen, eine breite Öffentlichkeit für den Schutz von Amphibien zu sensibilisieren. Auf der Suche nach weiteren Hintergrundinformationen bin ich auf diesen englischen Zeitungsartikel gestoßen:

Ich sage nur: Das regt doch zur Nachahmung an!